15. Dezember 2011
Studie bescheinigt grüner Gentechnik Totalversagen
Ob Monsanto oder Bayer: Die von Saatgutkonzernen im Kampf gegen den Welthunger angepriesenen Wundermittel zur Erntesteigerung halten nicht, was sie versprechen.
Der zunehmende Einsatz von grüner Gentechnik in der weltweiten Landwirtschaft hat einer neuen Studie zufolge in vielen Ländern desaströse Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Als Grüne Gentechnik bezeichnet man den Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut in der Landwirtschaft. Gentechnisch verändertes Saatgut steigert weder die Ernteerträge, noch bekämpft es den Welthunger oder reduziert den Einsatz von Pestiziden. Die Versprechungen von Saatgutunternehmen wie Monsanto, Bayer und Co auf höhere Erträge, eine bessere Bekämpfung des weltweiten Hungers und den reduzierten Einsatz von Pestiziden hätten sich jedoch nicht erfüllt, sagte die Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, bei der Vorstellung der Analyse in Berlin. „Nichts davon ist wahr“, fügte sie hinzu.
"Superunkräutern" ist kaum noch beizukommen
Stattdessen gebe es immer mehr „Superunkräuter“, denen mit den herkömmlichen Mitteln nicht beizukommen ist, Schädlinge, die bisher keine waren, und Bauern, die sich in völliger Abhängigkeit der Saatgutriesen befinden und von diesen in den wirtschaftlichen Ruin getrieben würden. Laut der Studie unter dem Titel „The GMO emperor has no clothes“, die von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt darunter dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gemeinsam zusammengetragen wurde, befinden sich zwei Drittel des Weltsaatgutmarktes mittlerweile in den Händen von Monsanto.
Die Auswirkungen dieser praktischen Monopolstellung zeigten sich unter anderem im Baumwollanbau in Indien, sagte Vandana Shiva. Dort kontrolliere Monsanto 95 Prozent des Saatgutmarktes mit dem Ergebnis, dass sich der Preis für Saatgut in den vergangenen zehn Jahren um über 8000 Prozent verteuert hat. Viele Kleinbauern müssten deshalb Kredite aufnehmen, die sie nicht bedienen können, weil die versprochenen Erträge des gentechnisch-veränderten Saatguts nicht erreicht werden. Wegen dieser ausweglosen Schuldenspirale hätten sich in den vergangenen zwölf Jahren nach offiziellen Statistiken allein 250.000 indische Bauern umgebracht, sagt die Umweltaktivistin. Weltweit sind mittlerweile 62 Prozent der Baumwolle gentechnisch verändert.
In Indien hat sich der Einsatz von Pestiziden gegen Pflanzenschädlinge seit dem Anbau gentechnisch veränderter Baumwolle um das 30fache, in China um das zwölffache erhöht. Aber auch in den USA richteten die Gen-Pflanzen großen ökonomischen Schaden an. Die Flächen, die von pestizid- und herbidzidresistenten „Superunkräutern“ befallen seien, die durch Auskreuzungen entstanden sind, hätten sich in den vergangenen vier Jahren verfünffacht. Weltweit sollen bereits 20 Millionen Hektar Ackerland von den Kräutern verseucht sein. Zur Bekämpfung habe Monsanto jetzt ein Mittel auf den Markt gebracht, das dem verpönten Entlaubungsgift „Agent Orange“ gleiche, sagt Shiva.
Scharfe Kritik wird in der Studie auch an der Verknüpfung der US-Hilfsprogramme mit grüner Gentechnik geübt. Jedes Getreide oder Saatgut, das aus den USA in Entwicklungsländer geliefert wird, sei automatisch gentechnisch verändert. An die Europäer appellierte Vandana Shiva deshalb, standhaft zu bleiben und in dieses Räderwerk einzugreifen.
Die vollständige Studie auf Englisch finden Sie unter www.navdanyainternational.it.
08. Dezember, ab 19.30 Uhr
Vortrags- und Diskussionsabend von Josef Feilmeier beim VIF Moosburg
„Agro-Gentechnik – Lebensmittel ohne Gentechnik“
Ort: Gasthaus Burger (Burgerwirt), in Obere Dorfstraße 8. 85414 Helfenbrunn
Tel: 08166/9633
04. Dezember, 2011 ab 19:30 Uhr
Vortrag von Jörg Bergstedt (Buchautor und Aktivist gegen Gentechnik)
Im Zusammenhang mit der Agro-Gentechnik wird häufig der Konzern Monsanto aus den USA genannt. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Warum werden Jahr für Jahr neue Felder angelegt, wo doch 80% der Bevölkerung Gentechnik im Essen ablehnen? Warum fließen Steuergelder fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Die Antworten liefert Bergstedt in seinem mitreißenden Vortrag, der die Seilschaften zwischen Forschung, Politik und Konzernen schonungslos aufdeckt.
Veranstalter Bund Naturschutz Taufkirchen und die Unterstützer der „Gentechnikfreien Anbauregion Erding“ (BBV, BDM, AbL, Bäcker- und Metzger Innung, KAB, Tagwerk u.v.a.m)
Ort: Gasthaus Forster, Burgharting
Weitere Termine von Jörg Bergstedt:
02.12. ab 15 Uhr Bauernmarkt bei Möbel Biller
02.12. ab 20 Uhr in Oberhatzkofen bei Rottenburg Lkr. Landshut
05.12. ab 19:30 Rothenwörth bei Binabiburg Lkr. Landshut
22. November 2011, 20:00 – 22:00 Uhr
Film: „Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“
Den aktuellen Dokumentarfilm von Bertram Verhaag präsentiert der Bund Naturschutz Taufkirchen mit den Unterstützern der „Gentechnikfreien Anbauregion Erding“ (BBV, BDM, AbL, Bäcker- und Metzger Innung, KAB, Tagwerk u.v.a.m)
Im Anschluss steht u.a. Rosi Reindl vom Bund Naturschutz für (Nach-) Fragen zur Verfügung
Ort: Kinocafe Taufkirchen, Erdinger Str. 17 (Eintritt frei!!!)
23. Juli 2011, 20 Uhr
Vortrag „Gentechnik-Seilschaften - MONSANTO auf Deutsch” von Jörg Bergstedt
In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet.
Ort: Brauereigasthof Gut Forsting, Münchner Str. 21, 83539 Pfaffing (an der B 304 zwischen Steinhöring und Wasserburg)
Termin: Samstag, 23.07.11, 20 Uhr
Veranstalter: Bund Naturschutz, Kreisgruppe Ebersberg, Arbeitskreis Gentechnik, Interessensgemeinschaft für gesunde Tiere (IggT), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
V.i.S.d.P.: Rosi Reindl, Reisenthalstr. 15, 85625 Glonn
13. Juli 2011
Studien zeigen Organ-Schäden durch Gentechnik-Fütterung
Gentechnisch veränderter Mais muss gründlicher untersucht werden, fordern Wissenschaftler. Ein neuer Report zeigt, dass Säugetiere Schäden an Leber und Niere erleiden, wenn sie mit gentechnisch veränderten Soja oder Mais gefüttert wurden. Die erfassten Daten stammen aus 19 Studien von Biotechnologie-Unternehmen und geben Auskunft über Auswirkungen auf Ratten, die 90 Tage lang mit Gentechnik-Pflanzen gefüttert wurden. Dabei wurden Blut-und Urin-Parameter der Säugetiere erhoben. Die Pflanzen wurden gentechnisch so verändert, dass sie gegen Herbizide und Insektizide resistent sind. Die wissenschaftlichen Studien wurden ursprünglich im Rahmen von juristischen Verfahren oder auf behördliche Anordnung erstellt und nun durch die Autoren, darunter Gilles-Eric Séralini, nochmals begutachtet. In 43% der gestörten Werte wurden demnach Schäden bei Nieren der männlichen Tiere nachgewiesen. Die Leber war eher bei weiblichen Tieren geschädigt, nämlich in 30,8% der auffälligen Werte. Eine 90-Tage-Studie sei zu kurz, um daraus eine langfristige Toxizität von gentechnisch veränderten Organismen abzuleiten, betonen die Autoren. Trotzdem könnten die auffälligen Werte Auslöser für langfristige Krankheiten sein. Die Autoren schlagen daher vor, die Studien über einen längeren Zeitraum durchzuführen und warnen vor Risiken für Verbraucher. Denn bisher gibt es bei der Zulassung gentechnisch veränderter Organismen keine Vorschriften, die eine Mindestlänge für Fütterungsstudien festlegen.
8. Juli 2011
Studien zeigen Organ-Schäden durch Gentechnik-Fütterung
Gentechnisch veränderter Mais muss gründlicher untersucht werden, fordern Wissenschaftler. Ein neuer Report zeigt, dass Säugetiere Schäden an Leber und Niere erleiden, wenn sie mit gentechnisch veränderten Soja oder Mais gefüttert wurden. Die erfassten Daten stammen aus 19 Studien von Biotechnologie-Unternehmen und geben Auskunft über Auswirkungen auf Ratten, die 90 Tage lang mit Gentechnik-Pflanzen gefüttert wurden. Dabei wurden Blut-und Urin-Parameter der Säugetiere erhoben. Die Pflanzen wurden gentechnisch so verändert, dass sie gegen Herbizide und Insektizide resistent sind. Die wissenschaftlichen Studien wurden ursprünglich im Rahmen von juristischen Verfahren oder auf behördliche Anordnung erstellt und nun durch die Autoren, darunter Gilles-Eric Séralini, nochmals begutachtet. In 43% der gestörten Werte wurden demnach Schäden bei Nieren der männlichen Tiere nachgewiesen. Die Leber war eher bei weiblichen Tieren geschädigt, nämlich in 30,8% der auffälligen Werte. Eine 90-Tage-Studie sei zu kurz, um daraus eine langfristige Toxizität von gentechnisch veränderten Organismen abzuleiten, betonen die Autoren. Trotzdem könnten die auffälligen Werte Auslöser für langfristige Krankheiten sein. Die Autoren schlagen daher vor, die Studien über einen längeren Zeitraum durchzuführen und warnen vor Risiken für Verbraucher. Denn bisher gibt es bei der Zulassung gentechnisch veränderter Organismen keine Vorschriften, die eine Mindestlänge für Fütterungsstudien festlegen.
Quelle: CRIIGEN (Committee for Research & Independent and Information on Genetic Engineering), 8.7.2011
8. Juli 2011
Riesenerfolg: EU-Parlament will mehr Spielräume für gentechnikfreie Produktion
Bislang sind die Möglichkeiten eines EU-Landes, Gentechnikverbote auszusprechen, äußerst begrenzt. Nur wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Gefahren nachweist, die bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, kann ein Land ein nationales Anbauverbot verhängen. Nun folgte das Europaparlament dem Vorschlag seines Umweltausschusses, dass EU-Mitgliedstaaten, die ihr Territorium gentechnikfrei halten wollen, dafür die notwendigen rechtlichen Spielräume bekommen sollen. Im Gegensatz zur bisherigen Regelung können sich EU-Mitgliedsländer im Verbotsverfahren nun auch auf die Umweltrisiken, sozioökonomische Folgen und die wissenschaftliche Unsicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen berufen. Diese Entscheidung ist ein Riesenerfolg für all diejenigen, die sich für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel einsetzen.
Nach der Sommerpause geht die Auseinandersetzung in die nächste Runde. Dann sind die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission am Zug. Sie müssen dem Parlamentsbeschluss zustimmen. Besonders Deutschland ist dann gefordert, seine Blockadehaltung aufzugeben. Bundeskanzlerin Merkel und Agrarministerin Aigner müssen endlich Farbe bekennen.
29. Juni 2011
Mitmachen: BUND-Aktion "Keine Gentechnik auf unseren Äckern und Tellern - Spielräume für Mitgliedstaaten erweitern"
Bisher sind die Möglichkeiten eines EU-Landes, Gentechnikverbote auszusprechen, äußerst begrenzt. Nur wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Gefahren nachweist, die bei der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, kann ein Land ein nationales Anbauverbot verhängen. Mehr Spielräume für die Mitgliedstaaten, ihr Gebiet gentechnikfrei zu halten – das möchte der Umweltausschuss des Europaparlaments. Er will den Staaten ermöglichen, künftig alle, einzelne oder bestimmte Gruppen von Gentech-Pflanzen zu verbieten. Wissenschaftliche Unsicherheit und Risiken für Umwelt und Wirtschaft würden dann als Begründung akzeptiert.
Das Europaparlament entscheidet am 6. Juli. Ob es dem Vorschlag seines Umweltausschusses folgt, ist offen. Viel hängt dabei an Deutschland. Kein anderes EU-Land stellt mehr Abgeordnete in Straßburg. Machen Sie sich stark für eine gentechnikfreie Landwirtschaft! Sagen Sie den Spitzen der deutschen Fraktionen, dass Sie keine Gentechnik auf unseren Äckern und Tellern wollen.
Unterschreiben Sie jetzt: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/aktiv_werden/gentechnik_verbieten/
24. Mai 2011
Vortrag "Der Preis der Sojamonokulturen in Südamerika: Vertreibung und Hunger in Paraguay - Volle Futtertröge und Tanks in Europa" am 31.5. in Miesbach
Das Thema betrifft uns alle: Das Verbraucherverhalten von uns und die Wirtschaftsweise und Nahrungsproduktion unserer Landwirtschaft hängt auch mit dem Soja-Problem in Südamerika zusammen, denn unser Verhalten und Wirtschaften in Europa verursacht durch den dortigen Soja-Anbau Armut, Vertreibung, Rodungen und vieles mehr in den südamerikanischen Ländern.
In ihrem Vortrag zeigt Esther Leiva aus Paraguay die Verantwortung auf, die wir hier und in ganz Europa mit unserer Lebensweise verursachen. Diese direkten Kontakte mit Betroffenen aus diesen ausgebeuteten und ausgenutzten Ländern verursacht damit ein tieferes Reflektieren bei uns. Soja ist in aller Munde und das täglich in Form von Fleisch- und Milchprodukten, Eiern, Süßwaren und Fertiggerichten. Europäische Tierzucht- und Mastbetriebe verfüttern jährlich 40 Millionen Tonnen Sojaschrot. Die eiweißhaltige Bohne wird zudem immer wichtiger für die Herstellung von Agrarkraftstoffen. Doch während hiesige Verbraucher von billigen Fleisch- und Milchprodukten profitieren und über Agrotreibstoffe nachdenken, hat der Soja-Anbau in den Herkunftsländern schlimme Nebenwirkungen. In den Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Sojathema ist die Verbindung nach Deutschland und der Zusammenhang zu europäischen Futtermittelimporten und zum Boom von Agrarrohstoffen zentral. Auch geht es um die Themen Landkonflikt, Agrogentechnik in der Landwirtschaft, die Folgen des Pestizideinsatzes, die Bedrohung der kleinbäuerlichen Lebensweise und Fragen der Ernährungssouveränität, soziale Bewegungen und Menschenrechtsverletzungen in Paraguay.
Referentin: Esther Leiva aus Paraguay
Termin: 31.05.11, 20 Uhr
Ort: Bräuwirt in Miesbach
Veranstalter: Zivilcourage Miesbach, Rosenheim und Bad Tölz
24. Mai 2011
EU-Agrarkomissar: Genpflanzen entsprechen nicht den Qualitätserwartungen der KonsumentInnen
In einem Interview mit der rumänischen Tageszeitung Adeverul äußerte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos seine eindeutige Präferenz für die traditionelle Landwirtschaft, berichtet die online Zeitung EurActiv.
Kommissar Ciolos kritisierte, dass gentechnisch manipulierte Pflanzen nicht die Qualitätskriterien erfüllen würden, die er sich als Konsument erwartet. Auch der Mangel an Sortenverlust durch Genmanipulation wurde vom EU-Agrarkommissar beklagt. Ciolos äußerte seine Präferenz für lokal produzierte Lebensmittel. Ciolos wies darauf hin, dass die europäischen KonsumentInnen ihr Vertrauen in billig produzierte landwirtschaftliche Produkte verlieren würden. Die europäische Landwirtschaft dürfe nicht auf billig produzierten Produkten basieren. Der Agrarkommissar bestätigte auch, dass die USA trotz des wachsenden Unbehagens der europäischen KonsumentInnen versuchen würden auf die EU Druck auszuüben, gentechnisch manipulierte Pflanzen zu fördern.
Quelle: EurActiv, 3.5.11
28. Juni 2010
Brasilianer blockieren Bayer
GENTECHNIK Konzern zieht seinen Antrag auf Zulassung des Genreises "Liberty Link" vorläufig zurück und reagiert auf die Skepsis von Südbrasiliens Bauern. Das Unternehmen will es aber weiter versuchen
PORTO ALEGRE taz | Die Zulassung des Bayer-Genreises "Liberty Link 62" für den kommerziellen Anbau in Brasilien schien nur noch eine Formsache zu sein. Doch letzte Woche machte der Chemiemulti überraschend einen Rückzieher. "Dieser proaktive Ansatz" ergebe sich aus der "Notwendigkeit, den Dialog mit den Hauptbeteiligten der Reis-Produktionslinie in Brasilien zu erweitern", erklärte Bayer Crop Science in São Paulo.
Es handelt sich allerdings nur um einen taktischen Rückzug - Bayer strebt die Zulassung des Genreises bereits seit 2003 an. Durch Lobbyarbeit soll nach wie vor dafür gesorgt werden, dass "die Liberty-Link-Technologie für Reis auf den Markt gebracht werden kann", wie es in der Erklärung heißt. Durch Genmanipulation ist die Reissorte gegen das Herbizid Glufosinat resistent, das Bayer unter dem Namen Liberty zusammen mit dem Saatgut vertreiben möchte.
Voraussetzung sei jedoch die Unterstützung durch die Produzenten und die "breite Akzeptanz des Marktes". Selbst die traditionell gentechfreundlichen Großfarmer aus dem südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul, wo rund 60 Prozent der brasilianischen Gesamtproduktion angebaut werden, halten sich bedeckt. Sie fürchten vor allem um ihre Exporte - im letzten Jahr führte Brasilien eine Million Tonnen aus. Wegen des fehlenden Marktes sei man "derzeit" gegen die Zulassung, sagte ein Verbandssprecher auf der öffentlichen Anhörung im März 2009.
Die Wissenschaftler der staatlichen Agrarforschungsbehörde Embrapa befürchten die Kontaminierung konventioneller und wilder Reissorten durch die Bayer-Sorte. Embrapa hat allerdings keine grundsätzlichen Einwände gegen Gentech in der Landwirtschaft: Unter dem Protest von Kleinbauern-, Umwelt- und Verbraucherverbänden wurden entsprechende Soja-, Mais- und Baumwollsorten in Brasilien seit 2003 zugelassen. Gensoja macht bereits 85 Prozent der Gesamtproduktion aus, der Einsatz vor Pflanzengiften nimmt rapide zu.
Larissa Packer von der Organisation Terra de Direitos freute sich über den Rückzug Bayers als "Niederlage" für den Multi und als "Zeitgewinn" für die Gentechgegner, die ihren Druck auf die Regierung verstärken wollen. Beim Thema Genreis bekommen sie Argumentationshilfe aus den USA: Dort verlor Bayer im letzten halben Jahr vier Millionenprozesse gegen Landwirte, deren Reisernte durch Bayer-Versuchsfelder verseucht worden war.
(GERHARD DILGER aus der taz)
21. Juni 2010
"Lebensmittel ohne Gentechnik - eine Chance für Bauern, Vermarkter und Verbraucher"
Vortrag und Podiumsdiskussion am 21.06. in Langengeisling
Wir alle, ob Verbraucher oder Landwirt, haben es in der
Hand, nicht in die Abhängigkeitsfalle der Gentechnik-Konzerne zu tappen. "Jeder Geldschein ist ein Wahlschein!"
Referent: Josef Feilmeier, Edlham (www.feilmeier-mischfutter.de)
Zeit: Montag, 21. Juni um 20 Uhr (Einlass um 19 Uhr)
Ort: im Festzelt in Langengeisling (mit Kesselfleischessen)
Veranstalter: Pfarrei St. Martin von Tours Langengeisling
11. Juni 2010
Gen-Cocktail bei Feinkost Käfer
In Münchens bekanntestem Feinkostgeschäft werden illegale genmanipulierte Lebensmittel verkauft. Eine vom Umweltinstitut München in Auftrag gegebene Untersuchung hat ergeben, dass der bei Feinkost Käfer vertriebene „Pancake Mix“ eine Mischung aus sieben unterschiedlichen Gen-Maissorten enthält.
Auf der Verpackung des „Pancake Mix“ des US-amerikanischen Herstellers Stonewall Kitchen fehlt jeder Hinweis auf die gentechnisch veränderten Zutaten. Der Verkauf von nicht gekennzeichnetem Gen-Food ist in Europa jedoch strafbar. Feinkost Käfer hätte den Artikel nicht in sein Sortiment nehmen dürfen.
Unter den sieben nachgewiesenen Gen-Mais-Sorten fand das vom Umweltinstitut München beauftragte Labor auch zwei der Firma Monsanto, vor denen französische Wissenschaftler auf Grund möglicher Gesundheitsschäden gewarnt haben. Die analysierte Probe hatte zudem einen Gen-Mais-Anteil von 99 Prozent. „Das ist schon außergewöhnlich dreist“, findet Anja Sobczak, Gentechnikreferentin beim Umweltinstitut München. „Der Hersteller hat sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, den Gen-Mais konventionellem Mais unterzumischen.“
Das Münchner Traditionsunternehmen Feinkost Käfer, das sich nach eigenen Angaben „Qualität aus Leidenschaft“ verschrieben hat, bietet zahlreiche Importprodukte an. Die betriebseigenen Standards werden im „Käfer Qualitäts-Manifest“ zusammengefasst. Darin ist die Vermeidung von gentechnisch manipulierten Organismen als eine der Anforderungen an die Käfer-Produkte genannt. Für den „Pancake Mix“ scheinen offensichtlich andere Richtlinien zu gelten. Den ahnungslosen Käfer-Kunden werden ungekennzeichnete Gen-Produkte teuer verkauft. „Wir fordern das Unternehmen auf, in Zukunft vor allem bei US-Produkten ganz genau hinzuschauen“, so Anja Sobczak, „denn über 90 Prozent der in den USA angebauten Soja und 85 Prozent der Maispflanzen sind gentechnisch manipuliert.“
Gentechnikmais - Bauern stellen Strafanzeige
Hamm/Lüneburg, den 11.6.10. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist das Maß voll: „Niemand will die Verantwortung für den Gentechnikmais-Skandal übernehmen und am Schluss sollen wir Bauern den Schwarzen Peter behalten und auf dem Schaden sitzen bleiben? Mit uns nicht! Deshalb stellen wir heute Strafanzeige gegen Unbekannt, um Licht in den Tunnel des Schweigens, der Verzögerung, der Schlamperei und
der Vertuschung zu bringen“, so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL in einer Stellungnahme. Der AbL-Bundesvorstand und die jeweiligen AbL-Landesvorsitzenden der belieferten Bundesländer haben die Strafanzeige auf den Weg gebracht. Das rechtliche Vorgehen wird von der Interessengemeinschaft Nachbau und vom Bündnis für eine
gentechnikfreie Landwirtschaft in Niedersachsen, Bremen und Hamburg unterstützt.
Janßen weiter: „Der neue Gentechnikmais-Skandal ist nicht vom Himmel gefallen. Viele Bauern haben die Sorge, dass er Teil einer systematischen Verunreinigungsstrategie der Gentechnikkonzerne ist. Bauern und Verbraucher sollen sich an zunehmende Verunreinigungen gewöhnen, und dann sagen die Konzerne in wenigen Jahren, dass nun schon in vielen Regionen gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen und eine Trennung leider nicht mehr möglich ist. Mit einer solchen Strategie werden sie nicht durchkommen.
Bauern und Verbraucher wollen keine Risikotechnologie auf den Äckern, sie wollen eine gesunde Lebensmittelerzeugung.“
„Die Rechtslage ist völlig klar. Der jetzt in Spuren gefundene Gentechnikmais NK 603 ist in Europa nicht zum Anbau zugelassen, er darf also nicht im Saatgut auftauchen und es gilt Nulltoleranz. Deshalb dürfen die gentechnisch veränderten Maispflanzen auch nicht auf deutschen Äckern blühen und wachsen, die Äcker sind umzupflügen und die betroffenen Bauern von den Verursachern voll zu entschädigen. Hierfür haben die Hersteller von Gentechnikerzeugnissen und die Politik die Verantwortung zu übernehmen. Wenn die Konzerne mit kräftiger Unterstützung einiger Politiker und Bauernverbandsvertreter jetzt Druck in Brüssel und Berlin machen und die Aufhebung der Nulltoleranzgrenze sowohl beim Saatgut als auch bei den Futtermitteln fordern, wollen sie die Wahlfreiheit und damit das Recht auf gentechnikfreie Landwirtschaft kippen. Die Bewegung für eine gentechnikfreie
Landwirtschaft nimmt diese Herausforderung an und hat dabei großen Rückhalt in der Gesellschaft. Die betroffenen Bauern werden wir nicht im Regen stehen lassen, sondern ihnen gerne mit rechtlicher Beratung zur Seite stehen.“
V.i.S.d.P.: Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer, Geschäftsführer der IG Nachbau und Sprecher im Bündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Niedersachsen, Bremen, Hamburg. Tel.: 04131-407757
Für die Redaktionen: Kontakt zu den Rechtsanwälten Dr. Matthias Miersch und Jens Beismann, Hannover. Tel.: 0511-228863-0
26. Mai 2010
Wir sitzen alle in einem Boot - die Verflechtungen der Großkonzerne, der Pharma- und Agrarindustrie sowie der Politik
Informationsveranstaltung am 26.05. in Pastetten
Was haben Gentechnik – Impfzwang – Chemieeinsatz in der Landwirtschaft – niedrige Milch- und Getreidepreise – Patente auf Nutztiere, Pflanzen und Lebensmittel mit uns als Verbraucher zu tun? Einfach alles, denn: gesunde und gentechnikfreie Lebensmittel wie Getreide, Milch, Fleisch und Gemüse kommen nicht aus dem Supermarkt, sondern vom Bauernhof! Es sind unsere wichtigsten
Lebensgrundlagen, die vor der Gier der Großkonzerne, der Pharma- und Agrarindustrie zu schützen sind. Über Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge - aufgezeigt an einigen Beispielen – referiert Irmgard Englhart, 1. Sprecherin der Interessengemeinschaft für gesunde Tiere – IggT. Anschließend: Diskussion
Ort: Gasthaus Winner, Hauptstr. 14, 85669 Pastetten, Tel.: 08124/1627
Termin: Mittwoch, 26. Mai 2010, 20 Uhr
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Regionalgruppe Erding/Ebersberg und Interessensgemeinschaft gesunde Tiere (IggT)
Greenpeace findet illegale Gen-Schokolade in Supermärkten
Lebensmittelkontrollen zu Gen-Food reichen nicht aus
Hamburg, 26. 5. 2010 – Nach Greenpeace-Recherchen wird in Deutschland illegales Gen-Food verkauft. Butterfinger und Baby Ruth, zwei aus den USA importierte Schokoriegel von Nestlé, enthalten gentechnisch veränderte Pflanzen ohne entsprechende Kennzeichnung. Der Verkauf von nicht gekennzeichnetem Gen-Food ist in Europa strafbar. Laboruntersuchungen im Auftrag von Greenpeace belegen, dass die Schokoriegel mit Gen-Soja hergestellt werden. Der Butterfinger zudem mit Zutaten aus sechs unterschiedlichen Gen-Mais-Sorten. Die Gen-Süßwaren aus den USA werden in den Supermärkten Karstadt/Perfetto, Edeka, Rewe sowie an Tankstellen, Kiosken, in Videotheken und im Internet angeboten. Greenpeace fordert umfassende Kontrollen der Lebensmittelüberwachung. Der Anbau von Gen-Pflanzen für Lebens- und Futtermittel birgt zahlreiche Risiken für die Umwelt und ökologische Landwirtschaft.
„Die meisten Verbraucher in Deutschland wollen sich kein Gen-Food unterjubeln lassen“, sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. „Mit illegalen genmanipulierten Lebensmitteln müssen sie unfreiwillig den Anbau der riskanten grünen Gentechnik unterstützen.“
Die analysierten Gen-Snacks sind typisch für Lebensmittel aus den USA. Dort werden generell genmanipulierte Zutaten wie Gen-Zucker, Gen-Sojaöl oder Gen-Mais-Stärke für die Lebensmittelherstellung verwendet. Über 90 Prozent der in den USA angebauten Soja und 85 Prozent des Maises sind gentechnisch verändert. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Gen-Pflanzen existiert dort nicht. Importeure machen sich jedoch strafbar, wenn sie nicht gekennzeichnetes Gen-Food verkaufen. Der Gesetzgeber sieht bei solchen Verstößen Gefängnis- oder Geldstrafen vor.
„Einige deutsche Supermärkte bieten ein breites Sortiment an US-Importwaren wie Marshmallows, Suppen, Frühstücksflocken und Barbecue-Soßen an“, sagt Töwe. „Greenpeace fordert den Handel auf, nur Importprodukte aus den USA zu verkaufen, die garantiert keine Zutaten aus Gen-Pflanzen enthalten.“
Ganz legal versucht hingegen der US-Schokoladenhersteller Hershey, Gen-Schokolade in Deutschland zu etablieren. Die Schokoprodukte Reese´s Peanut Butter Cups und Nutrageous sind als Gen-Food gekennzeichnet und enthalten laut Zutaten-Listen Gen-Zucker, Gen-Mais und Gen-Soja. Gen-Zucker taucht mit diesen Artikeln zum ersten Mal auf dem deutschen Markt auf. So verkaufen zum Beispiel Filialen der Supermarktkette Edeka die Süßigkeit. Gentechnisch veränderte Zuckerrüben werden seit 2007 in den USA angebaut und dürfen als Lebens- und Futtermittel in die EU importiert werden. Der Anbau der Gen-Rübe ist selbst in den USA inzwischen umstritten, da sie sich leicht mit artverwandten Pflanzen kreuzt. Ihre Ausbreitung ist kaum kontrollierbar. Greenpeace hat den Handel aufgefordert, die Gen-Schokolade aus dem Sortiment zu nehmen.
23. Mai 2010
Die Seilschaften deutscher Gentechnik
Feldversuche stehen unter Ernst zu nehmender amtlicher Kontrolle. “Stimmt so nicht”, sagt Feldbefreier Jörg Bergstedt. Sein Vortrag über den Status-quo der deutschen Gentechnik ist eine fakten-reiche, unterhaltsame und humorvolle Reise in einen unglaublichen Sumpf von Vettern- und Günstlingswirtschaft.
15. April 2009
Gen-Maisfläche in der Gemeinde Fraunberg zurückgezogen – Landkreis Erding ist gentechnikfrei!! Einen kommerziellen Anbau von Gen-Mais gab es im Landkreis Erding noch nie – dies gilt übrigens auch für das restliche Bayern außer dem Landkreis Kitzingen in Unterfranken. Allerdings gab es seit mehreren Jahren staatlichen Versuchsanbau im Landkreis Erding und das ist schlimm genug. Im vergangenen Jahr nun hat der Freistaat Bayern seinen Versuchsanbau wegen mangelndem Interesse am Gen-Mais zurückgezogen und es blieb nur noch eine kleine Fläche, die durch das Bundessortenamt genutzt wurde. Nach Angaben des offiziellen Standortregisters (siehe www.standortregister.de ) wurde nun auch diese Fläche zurückgezogen, womit der Landkreis endlich wieder gentechnikfrei wäre!! Sehr zur Freude der Initiative „Gentechnikfreier Landkreis Erding“ und TAGWERK, denn auch wenn es sich nur um eine kleine Fläche von 0,2 Hektar handelt, so ist das Kontaminationsrisiko, das von ihr ausgeht, nicht zu unterschätzen.
20. April 2010
Das Schweinepatent von Monsanto wurde aufgehoben
Das Schweinepatent von Monsanto und Choice Genetics aus den USA wurde am 20.4. 2010 vom Europäischen Patentamt widerrufen. Das ist ein großer Erfolg und eine Stärkung der Rechte von uns Bauern. Nachdem wir vor 25 Jahren die Schwäbisch-Hällischen Schweine vor dem Aussterben bewahrt haben wurde nun der Versuch dieser multinationalen Konzerne auf unsere bäuerliche Tierzucht erfolgreich abgewehrt! Die Hällischen Bauern hatten im letzten Jahr direkt vor dem Europäischen Patentamt eine Herde Hällischer Schweine aufgetrieben und gemeinsam mit Greenpeace, BUND, AbL und weiteren Umweltorganisationen zum friedlichen Widerstand und Zivilcourage gegen den Zugriff der multinationalen Konzerne auf Saatzucht und Tierzucht aufgerufen.
18. April 2010
Bayer: 50 Million Dollar Strafe für Gentechnik-Reis
Zu fast 50 Millionen Dollar, 42 davon als Strafzahlung, verurteilte am Donnerstag ein Gericht in Arkansas, USA, Bayer Crop Science für die gentechnische Verunreinigung von Reis-Saatgut von 12 Bauern. Die klagenden Reisbauern konnten ihre Ware im Jahre 2006 nicht mehr verkaufen, weil ohne ihr Wissen gentechnisch veränderter Reis in ihrem Saatgut gelandet war, der aus einem Versuch der Firma stammte. Das Urteil ist das vierte seiner Art und die jeweiligen Strafzahlungen sind von Urteil zu Urteil gestiegen. Bayers Problem: Bisher wurden erst 20 von insgesamt fast 500 Klagen verhandelt.
3. März 2010
Das umstrittene europäische Patent auf Zuchtverfahren von gentechnisch manipulierten Kühen bleibt bestehen. Das EU-Patentamt in München wies am 3. März 2010 alle Einwände gegen das Patent zurück. Werden Milcherzeuger zum Dienstleister industrieller Großkonzerne degradiert?
Warum die Milchkuh patentierbar ist - Patent EP 1 330 552 - was steckt dahinter?
Die Inhaber des Patentes mit der Nummer EP 1330552, eine siebenköpfige Gruppe neuseeländischer und belgischer Biotechnologen, haben eine Gensequenz identifiziert, die für hohe Milchleistung verantwortlich ist. Ziel ist es, den Gencode in normale Kühe „einzubauen“, um aus ihnen Hochleistungskühe zu machen. Das Patent verhindern wollten per Sammeleinspruch die Umweltschutzorganisation Greenpeace, das katholische Hilfswerks Misereor, der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Greenpeace und andere Verbände hatten bereits im Oktober 2007 Einspruch gegen ein entsprechendes Patent (EP 1330552) eingelegt. Die Klageführer führten dabei ethische Gründe an. Sie argumentierten, dass die Erfindung bei Tieren „Leiden ohne wesentlichen medizinischen Nutzen für den Menschen oder das Tier“ hervorrufe. Zudem würde beim Einbau neuer Gene die Funktionsweise normaler Gene oft gestört. Auch produziere die Methode eine hohe Rate tot geborener, kranker oder nicht lebensfähiger Tiere. Hinzu komme, dass die patentierte Gensequenz keine Erfindung, sondern nur eine Entdeckung sei. Der Anwalt der Patentinhaber hielt den Anschuldigungen entgegen, dass es für ein Leiden solcher genveränderten Tiere keinerlei Beweise gebe.
2. März 2010
Gentechnisch veränderte Kartoffel „Amflora“ durch EU-Kommission zugelassen
Am 2.3. wurde durch die EU-Kommission die Gentechnik-Kartoffel Amflora zugelassen, ohne den Verbraucherschutz angemessen zu berücksichtigen. Die Stärkekartoffel enthält ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika, darunter eines, das zu den wichtigsten Arzneimitteln gegen Tuberkulose gehöre. Die Übertragung dieses Resistenz-Gens auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts ist nicht auszuschließen. In der Vergangenheit hat es in Deutschland bereits Vermischungen mit normalen Kartoffeln gegeben. So hat ein die „Amflora“ anbauender Landwirt in Mecklenburg-Vorpommern Aussaatflächen verwechselt. Daraufhin hat die BASF auf 20 Hektar Fläche die Knollen vernichten müssen.
In Europa sind in Schweden und der tschechischen Republik mehrere 100 Hektar Amflora-Anbau geplant. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 20 Hektar angemeldet. Ein umfangreicherer kommerzieller Anbau in Deutschland ist hingegen aufgrund der dreimonatigen Meldefrist für das Standortregister des BVL in diesem Jahr nicht mehr möglich
25. Februar 2009
Verbraucherinformation gegen Gentechnik in Saatgut und Nahrung, 25.02, 20 Uhr, Hörgersberg
Am Donnerstag, 25.2.2010 findet eine Informationsveranstaltung für Verbraucher und Landwirte gegen die Gentechnik in Saatgut und Nahrung statt und zwar im Gasthaus „Obermeier“ in Hörgersberg.
Referentin ist Rosi Reindl (Zivilcourage, BN). Sie zeigt Ausschnitte aus dem Film „Monsanto, mit Gift und Genen“, einem franzöischen Dokumentarfilm der Regisseurin M.-M. Robin. Anschließend kann noch diskutiert werden.
23. Februar 2009
Vortrag „Lebensmittel gentechnikfrei - eine Chance für Bauern und Verbraucher“ am 23. Februar, Landsberied
Am Dienstag 23. Februar 2010 um 19:30 Uhr referieren Josef Feilmeier und Erwin Schneiderbauer in Gastwirtschaft Zum Dorfwirt, Römerstr. 20 in 82290 Landsberied
Josef Feilmeier hält einen Vortrag zum Thema „Lebensmittel gentechnikfrei – eine Chance für Bauern und Verbraucher“. Josef Feilmeier ist Nachhaltigkeitspreisträger, Landwirt und Mischfutterhersteller in Passau
Anschließend spricht Erwin Schneiderbauer, BDM Kreisvorsitzender Rottal Inn, zum Thema „Mit Vollgas an die Wand“
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Zivilcourage Fürstenfeldbruck mit Unterstützung von: BUND Naturschutz Kreisgruppe FFB, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM), Brucker Forum, Bauernquelle, Gnadenkirche, Greenpeace, Brucker Schlachthof, Demeter
17. Februar 2010
Demonstration gegen Agrogentechnik bei Aschermittwochskundgebung der FDP am 17.2.10, ab 9.00 Uhr, Straubing
Anlässlich des politische Aschermittwochs der FDP in Straubing rufen der Bund Naturschutz zusammen mit der „Zivilcourage Straubing-Bogen“, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Agrogentechnik zu einer Kundgebung und Demonstration mit dem Thema „Grüne Gentechnik? Nein Danke!“ auf. Die FDP hat als Hauptredner ihren Parteivorsitzender Guido Westerwelle angekündigt, bei der Kundgebung des örtliche Bündnis werden mehrere Landwirte und Verbraucher sprechen. Unterstützt wird die Gegenkundgebung und Demonstration von einer Blasmusikkapelle und der weithin sichtbaren 7 Meter hohen „Gentomate“ des Bund Naturschutz. Auch die
Übergabe einer Resolution ist geplant.
28. Januar 2010
Vortrag „Wem gehören die Gene? Zwischen Vielfalt und Verwertung“ am 28.01 in München
Die genetische Vielfalt – egal ob es dabei um Menschen, Tiere oder Pflanzen geht – ist einer der größten Reichtümer auf dieser Erde. Molekularbiologie und Gentechnologie haben – im Verein mit dem Streben nach wirtschaftlicher Rendite – zu immer stärkeren Versuchen geführt, die genetischen Ressourcen zu privatisieren. Patente auf Saatgut und auf (Nutz-) Tiere sind nur Beispiele dafür, wie diese Entwicklung die Biodiversität gefährden.
Wie kann das Gemeingut „genetische Vielfalt“ erhalten und für eine nachhaltige Nutzung bewahrt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des zweiten Abends unserer Veranstaltungsreihe zur Wiederentdeckung" der Gemeingüter.
Referenten:
Benedikt Härlin, Leiter des Büros Berlin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Gregor Kaiser, Sozialwissenschaftler und Forstwirt, Doktorand an der Uni Kassel
Termin: Donnerstag, 28. Januar 2010, 19.30 Uhr
Ort: München, Teamtheater Comedy, Am Einlaß 4
Eintritt frei!
Veranstalter: Petra-Kelly-Stiftung
17. Januar 2010
Filmpremiere „Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“ am 17.01. in München
Ein politischer Thriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit: „Gekaufte Wahrheit - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“
Ein Film von BERTRAM VERHAAG
FILMPREMIERE zur Matinee
Termin: Sonntag 17. Januar 2010, 11.30 Uhr
Ort: ARRI Kino, Türkenstrasse 91, München–Schwabing (Nähe U3/U6 Universität).
Veranstalter: DENKmal Film Bertram Verhaag
25. November 2009
Verbrauch von Pestiziden durch Gentechnik gestiegen
Eine amerikanische Studie kommt zum Schluss, dass der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln seit Beginn des kommerziellen Anbaues von gentechnisch veränderten Pflanzen in den USA um 145 Millionen (!) kg gestiegen ist. Der Grund liegt darin, dass viele Unkräuter inzwischen gegen Roundup resistent sind, und die Landwirte massiv mit Herbiziden dagegenhalten müssen.
Bei Baumwolle und Mais sind laut Studie noch geringe Einsparungen von Insektiziden vorhanden. Das dürfte sich aber in den nächsten Jahren grundlegend ändern, wenn auch hier die Resistenzen häufiger auftreten. Der enorme Anstieg des Pflanzenschutzmittelverbrauches überraschte selbst Kritiker. Angesichts der dramatischen Steigerung der Problemunkräuter wollen immer mehr US-Landwirte von der Gentechnik nix mehr wissen, möglicherweise hat die grüne Gentechnik ihren Höhepunkt bereits überschritten.
(nach agrarheute.com)
24. März 2009
Münchner Merkur: Grüne Gentechnik: Herrgott nicht ins Handwerk pfuschen
März 2009
Aktion Gen-Mais stoppen
März 2009
Aktion Cholera-Kartoffeln verhindern - Stopp für genmanipulierte Pharma-Pflanzen
15. April 2009
Demonstrationsaufruf: Stoppt das Patent auf die "arme Sau" Treffpunkt und Kundgebung: 12.00 Uhr am Marienplatz in München
Abschluss: 14.00 Uhr Europäisches Patentamt, Erhardtstr. 27
22. März 2009
Zukunft der Landwirtschaft trotz Gentechnik und Preisverfall
Politischer Frühschoppen mit Sepp Daxenberger und Michael Rittershofer
Veranstaltungsort: Festsaal des Erdinger Weißbräu, Erding
Beginn 10.30 Uhr
20. März 2009
Gensoja aus Südamerika - Importieren wir Brasiliens Probleme auf unsere bayrischen Höfe?
Anbau von Roundup-Ready Soja problematischer als öffentlich bekannt
Vortrag von Dr. Antonio Andreoli, Uni Linz
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft "Zivilcourage" für einen agro-gentechnikfreien Landkreis Dingolfing-Landau
Veranstaltungsort: Gasthaus Apfelbeck, Mamming
Beginn 19.30 Uhr
06. März 2009
Chance oder Risiko - Grundlegende Zusammenhänge zur Agro-Gentechnik
Vortrag von Dr. Micheal Rittershofer, Geschäftsführer des TAGWERK e.V.
Veranstalter: Gartenbauverein Lengdorf
Veranstaltungsort: Gasthof Menzinger, Lengdorf
Beginn 20.00 Uhr
16. Februar 2009
Zerstört die Agro-Gentechnik unsere Zukunft? - Wo es keinen Ausstieg gibt, darf es keinen Einstieg geben
Vortrag von Vandana Shiva, Physikerin und Gentechnikgegnerin aus Indien, Trägerin des Alternativen Nobelpreises und Global 500 Award
Veranstalter: Zivilcourage Rosenheim
Veranstaltungsort: Inntalhalle Rosenheim
Beginn 19.30 Uhr (Einlass 18.00 Uhr); Fakelzug zur Inntalhalle um 18.30 Uhr
Organisierter Bus nach Rosenheim Anmeldung unter Tel.: 08081/9379-51 oder per E-mail: michael.rittershofer(at)tagwerk.net
Abfahrt: Dorfen 16:30, St.Wolfgang 16:40, Haag 16:55, Wasserburg 17:15 Uhr
29. Januar 2009
Münchner Merkur: Reines Fleisch ist das beste Verkaufsargument
25. Januar 2009
Spaziergang mit Informationen zum geplanten Genmaisfeld in Reichenkirchen
Veranstalter: ödp Kreisverband Erding
Treffpunkt: Parkplatz des Kieswerks Kaiser zwischen Langengeisling und Tittenkofen
Beginn 13:00 Uhr
November 2008
Aktion Gen-Mais stoppen
27. und 28. November 2008
3. Konferenz der Gentechnikfreien Regionen am Bodensee
25. November 2008
Rosi Reindl zeigt: "Monsanto - mit Gift und Genen!" in Hohenlinden
27. Oktober 2008
"Grüne Gentechnik" - Chancen und Risiken
Vortrag von Christoph Fischer (Zivilcourage Rosenheim), Josef Feilmeier (Mischfutterhersteller, Landhändler) mit anschließender Diskussion
Veranstaltungsort: Gemeindehalle Marzling, Rudlfingerstr.8
Beginn 20:00 Uhr
23. Oktober 2008
Demonstration gegen Patente auf Tiere, Pflanzen und Saatgut
1. Oktober 2008
Das Motto "GIB DEIN JA - für einen Agro-gentechnikfreien Landkreis" findet man momentan in 12 Landkreisen im Südbayerischen Raum. An den Straßenrändern, an Häusern und Stallungen sind die grünen Feldtafeln zu finden, die dazu aufrufen sich bei Zivilcourage über die Agrogentechnik zu informieren und sein "Ja" in den verschiedenen Landkreisen abzugeben.
GIB DEIN JA
25. September 2008
GVO-freier Honig für Prince Charles
24. September 2008
Genug Gentech-freises Soja aus Brasilien
23. September 2008
Verwaltungsgericht Augsburg stellt fest, dass Honig mit den Pollen des gentechnischveränderten Mais MON810 nicht verkehrsfähig ist - Gesamte Jahresernte in Müllverbrennung entsorgt
26. Mai 2008
Umweltinstitut München – "Gentechnik-Durchmarsch in Bayern verhindert"
Über 90 Prozent der beantragten Genmais-Flächen zurückgezogen
24. April 2008
BBV – "Kreisobmänner lehnen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ab". Neue Stellungnahme bei Kreisobmännertagung, Sofortiger Anbaustopp von MON810 gefordert
16. April 2008
Dorfener Anzeiger – "70 Prozent machen mit"
bei der Verpflichtung auf gentechnikfreien Anbau
16. April 2008
Erdinger Anzeiger – "Oberdinger Bauern gegen Gen-Mais"
12./13. April 2008
Dorfener Anzeiger – "Tagwerk begrüßt Ende der Sortenversuche"
3. April 2008
Süddeutsche Zeitung – "Der widerspenstige Raps"
GV-Saatgut überdauert mindestens 10 Jahre im Boden
5. März 2008
Erdinger Anzeiger – "Weiter Ohne Gentechnik"
Forsterner Landwirte sehen deutlich mehr Nachteile
29. Februar 2008
Umweltinstitut München – "Gen-Weizen noch riskanter als befürchtet"
22. Februar 2008
Bayr. Landw. Wochenblatt – "Nein zur Grünen Gentechnik"
Johann Schwimmer appellierte in Lengdorf an die Bauern die Erdinger Initiative zu unterstützen
15. Februar 2008
Bayr. Landw. Wochenblatt – Sinneswandel bei der CSU
11. Februar 2008
Erdinger SZ – "Gentechnik-Gegner bedrängen Lehmer"
10. Februar 2008
Dorfener Anzeiger – "Zwei festgewachsene Standpunkte"
Landwirte kritisieren Max Lehmer
9. Februar 2008
Eichsfelder Tagblatt – "Französisches Anbauverbot von Genmais in Kraft"
5. Februar 2008
Freisinger SZ – "Heftige Kritik am neuen Gentechnikgesetz"
5. Februar 2008
Erdinger Anzeiger – "Bauern und Metzger arbeiten Hand in Hand"
für gentechnikfreie Lebensmittel
2./3. Februar 2008
Süddeutsche Zeitung – "Front gegen Genmais"
Naturschützer, Bauern und Güne fordern Anbau-Stopp
31. Januar 2008
Erdinger Anzeiger – "1000 Quadratmeter Genmais"
in Frankendorf bei Grucking soll wieder angebaut werden
29. Januar 2008
Erdinger Anzeiger – "Gemeinsam gegen Gentechnik im Futter"
über 300 Erdinger Landwirte bei Vortrag von Josef Feilmeier
25. Januar 2008
Pressemitteilung BBV – "Finger weg vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen"
21. Januar 2008
Erdinger SZ – "Bei Fraunberg wird weiter Gen-Mais angebaut"
14. Januar 2008
Dorfener Anzeiger – "Keine Experimente beim Mais" auch in Taufkirchen
11. Januar 2008
Münchner Merkur – "Eine Koexistenz ist nicht möglich"
Percy Schmeiser warnt vor Gen-Anbau / Demo auf dem Odeonsplatz
10. Januar 2008
Presseerklärung Schmeiser-on-Tour – Schmeiser bei der CSU
7. Januar 2008
Presseerklärung Schmeiser-on-Tour – Träger des Alternativen Nobelpreises, Percy Schmeiser, spricht auf Anti-Gentechnik-Demo in München
4. Januar 2008
Bayr. Landw. Wochenblatt – "Keine Patente auf Tiere und Pflanzen"
16. Dezember 2007
Greenpeace – "Naturschutzamt kritisiert unzulängliche Genmais-Überwachung"
13. Dezember 2007
Erdinger Anzeiger – "Metzger nehmen Bauern in die Pflicht"
Innungs-Metzger des Landkreises sprechen sich einstimmig gegen Gen-Futtermittel aus
7. Dezember 2007
Umweltinstitut München – Kritik an geplantem Freilandanbau von genmanipulierten Zuckerrüben
26. November 2007
Netzeitung.de – "Seehofer will grüne Gentechnik vorläufig stoppen"
November 2007
Zivilcourage Rosenheim – Die Notwendigkeit von 0,0% GVO im Saatgut
Aufruf an alle Ackerbauern
21. November 2007
Dorfener Anzeiger – "BBV setzt Meilenstein für ganzen Landkreis"
Aufstellen des ersten Schildes der Gentechnikfreie Anbauregion Erding
20. November 2007
Pressemitteilung Tagwerk Förderverein – zur Gentechnikfreien Anbaureion Erding
13. November 2007
Erdinger SZ – "Gemeinsam gegen grüne Gentechnik"
über die Gentechnikfreie Anbauregion Erding
12. November 2007
Süddeutsche Zeitung – "Allgäuer Bauern gegen Gentechnik"
Oktober 2007
"Kein Patent auf Leben!" – Unterschriftenaktion
Aufruf zum Protest gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere aus konventioneller Züchtung
11. September 2007
Erdinger SZ – Isener Landwirte wollen gentechnikfreie Zone
14. Juni 2007
Dorfener Anzeiger – "Wir Bauern sind in der Pflicht"
Erdinger Bauern wollen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verhindern
Mai 2005
Greenpeace – "10 Jahre Anbau von Gen-Pflanzen – eine Bilanz"